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Winkler: Europa braucht Großbritannien

   

PRESSEMITTEILUNG
Straßburg, den 11.12.2018

Der mögliche Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sorgt weiterhin für große Unsicherheit bei allen Mitgliedsstaaten der EU. Gestern verkündete der Europäische Gerichtshof, dass ein einseitiger Austritt aus den Brexit-Verhandlungen möglich wäre, währenddessen hat Premierministerin Theresa May die für heute angesetzte Abstimmung im britischen Parlament kurzfristig verschoben, da es wohl zu keiner Mehrheit für den mit der EU ausgehandelten Vertrag kommen würde. Stattdessen soll nun mit der Europäischen Union nachverhandelt werden. Der sächsische Europaabgeordnete Hermann Winkler (CDU) spricht sich für ein Entgegenkommen der EU an Großbritannien aus: „Wir dürfen in so einer ernsten Lage nicht wie Kindergartenkinder auf einander zeigen und sagen, aber die haben doch angefangen. Europa braucht Großbritannien. Ein harter Brexit würde auch die Wirtschaft Deutschlands und Sachsen hart treffen. Das sollte unbedingt vermieden werden. Politische Eingeständnisse auch seitens Brüssel dürfen jetzt nicht völlig abgetan werden.“

Großbritannien ist für Sachsen drittstärkster Exportpartner. Daran hängen auch viele sächsische Arbeitsplätze. „All das darf nicht auf’s Spiel gesetzt werden“, so Winkler. „Es ist bisher nicht abzusehen, was für Auswirkungen bei einem harten Brexit auf die sächsische Wirtschaft zukommen würden. Ein Exit vom Brexit stellt meiner Ansicht nach noch eine Option dar, um nicht nur die angespannte Stimmung in Großbritannien selbst zu beruhigen, sondern auch um etwaige Wirtschaftseinbußen zu verhindern und Europa zusammen zuhalten.“

 

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