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Neues Handelsabkommen der EU mit Japan

JEFTA wurde am 12. Dezember 2018 im Europäischen Parlament verabschiedet. Im Vorfeld gab es einige Kontroversen zu diesem Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan. Doch ergeben sich durch dieses Abkommen viele neue Chancen, denn nach China ist Japan der zweitgrößte Handelspartner Asiens für die EU, weltweit rangiert Japan für die EU sogar auf Platz 6. Knapp 74.000 Unternehmen der EU exportieren nach Japan und rund 78 Prozent davon sind kleinere Unternehmen.

Hier nun einige Fakten zum Abkommen:

  • Mit dem Abkommen können knapp eine Milliarde Euro an Zölle für europäische Exporteure wegfallen und der Export an Lebensmitteln nach Japan sich um 180 Prozent steigern. Dabei soll jedoch nicht die regionale Herkunft traditioneller Lebensmittel abhandenkommen. Aus diesem Grund sollen 205 europäische geographische Angaben geschützt werden.  
  • Auch ist JEFTA das erste Handelsabkommen, das explizit auch ein klares Bekenntnis zum Kampf gegen Klimaschutz und zur Förderung der Umsetzung des Pariser Klimaschutzübereinkommens enthält.
  • Es wird geschätzt, dass in einer entwickelten Volkswirtschaft wie der EU oder Japan die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen durch den Staat über 15 % der gesamten Wirtschaft ausmacht. Es ist ein großer Markt mit vielen Geschäftsmöglichkeiten. Viele dieser Möglichkeiten sind auf der Ebene der Regional- oder Kommunalbehörden und bei den Bauleistungen angesiedelt. Aber bisher wird lediglich ein relativ kleiner Teil der öffentlichen Aufträge in Japan – 3,5 % – an ausländische Firmen vergaben. Der entsprechende Anteil in der EU ist unterschiedlich, liegt jedoch bei rund 4,5%.

Weitere Informationen zu JEFTA, wie Informationsblätter zu einzelnen Themenfelder, aber auch Sitzungsdokumente von den Verhandlungen, finden Sie hier: http://ec.europa.eu/trade/policy/in-focus/eu-japan-economic-partnership-agreement/index_de.htm

 

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